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Existieren
fremde Kreaturen aus dem All nur in unserer ausgeprägten Fantasie, in unseren
Gedanken, Träumen und Vermutungen? Sind sie halluzinative Einbildungen, imaginäre Bilder, schattenhafte Mythen oder Ausgeburten unseres wirren Geistes?
Oder sind sie am Ende gar durchaus reale Erscheinungen, die wir noch nicht begriffen haben? Gibt es vielleicht doch Wesen auf einem anderen Planeten, in
fernen Sternensystemen weit draußen in der Unendlichkeit des Universums oder gar auf einem unserer Nachbarplaneten? Warum haben viele Menschen Angst vor außerirdischen Wesen?
In dem Buch SIE SIND DA bekommen Sie Antworten und Erklärungen auf diese und viele weitere Fragen.
PROLOG
Dutzende
Institutionen und Einrichtungen rund um den Erdball, und seit dem Aufbruch ins
Raketenzeitalter und dem Griff nach den Sternen auch im Orbit, befassen sich
rund um die Uhr, vierundzwanzig Stunden am Tag, mit der Beobachtung und
Erforschung des endlos weiten Universums. Ihre optischen und akustischen
Lauscher sind in alle Ecken und Kanten des Alls gerichtet. Ihren elektronischen
Augen und Ohren scheint nichts zu entgehen. Schließlich muss man sich ja auf die
feinfühlige Technik absolut verlassen können. Und den aufgezeichneten Daten kann
und sollte man vertrauen können. Sie sollen schließlich untrüglich und
unbeeinflussbar sein.
Vor nicht allzu
langer Zeit an einer europäischen Sternwarte, die mit den modernsten Geräten
ausgestattet war: Ein erfahrener und absolut zuverlässiger wissenschaftlicher
Mitarbeiter ging wie jeden Tag seiner vertrauten Tätigkeit nach. Wie in der
vergangenen Nacht, so auch heute, verrichtete er seinen gewohnten und längst zur
Routine gewordenen Dienst alleine in dem riesigen Gebäude. Es war schon weit
nach Mitternacht, als der Mann Beobachtungen am sternklaren südwestlichen Himmel
machte, die bei genauerem Hinsehen so ganz und gar nicht den üblichen
Sternenbewegungen oder den bekannten und registrierten Satellitenlaufbahnen
entsprachen. Hätte der Mann aber dieses Phänomen genauer fixieren wollen, so
hätte es einer bedeutend längeren Erscheinungsdauer bedurft. Dennoch, dem Mann
entging die Abweichung am Monitor nicht. Aber er versuchte, sie ganz schnell
wieder zu vergessen, weil sie beileibe nicht ins vertraute Schema passte. Zudem
war sich der Beobachter noch nicht einmal sicher, ob er wirklich das gesehen
hatte, was er anfangs glaubte oder nur einer trügerischen Einbildung verfallen
war. Dabei hätte er sich seiner Beobachtungsgabe ziemlich sicher sein müssen.
Sein geschultes Auge gepaart mit den wissenschaftlichen Erfahrungen und
Erkenntnissen hätte durchaus unterscheiden können, was der Wirklichkeit oder der
Einbildung entsprach. Womöglich lag es aber an der jahrelangen Routine, dem
Alltagstrott oder gerade den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die ihn an seinen
Beobachtungen zweifeln ließen. Er wollte sich außerdem nicht blamieren, saß er
doch als einziger vor dem Monitor, der ihm die Bilder aus dem All lieferte. Man
hätte ihn ausgelacht, wenn er über seine Beobachtungen berichtet hätte, ihn zum
Gespött aller Kollegen und Kolleginnen gemacht, ihn womöglich nicht mehr zum
Nachtdienst eingeteilt oder in einsame und triste Archive abgeschoben, wo ihm
vor lauter Langeweile die Decke auf den Kopf gefallen wäre. Der Mann redete sich
ein, alles sei nur eine optische Täuschung gewesen, ein Trugbild seiner Augen,
wilde Ausgeburten seiner Gedanken, hervorgerufen durch die aufkommende
Müdigkeit, die ihn oft in ereignislosen Nächten überkam.
Und was hatte
er schon Großartiges oder Sensationelles gesehen? Diese kleinen blinkenden, sich
in unregelmäßigen Kurven und Schwingungen bewegenden Lichtpunkte? Sie konnten
eine Spiegelung des auf den Monitor fallenden Lichtes der spärlichen
Raumbeleuchtung sein. Vielleicht hatte er sich ja auch nur unglücklich bewegt,
so dass er selbst diese Reflexionen hervor gerufen hatte. Außerdem, es dauerte
ja ohnehin nur ein paar Sekunden, wenn überhaupt. Und danach tauchten diese
Lichter sowieso nicht mehr auf. Jedenfalls bemerkte der Mann keine weiteren
Abweichungen auf dem Monitor. Der Vorfall war, wenn es überhaupt ein solcher
gewesen sein sollte, sehr schnell vergessen. Ein paar Tage später hätte der Mann
aus der Sternwarte gar nicht mehr sagen könne, was genau an welchem Tag und zu
welcher Zeit geschehen war. Das Leben nahm seinen gewohnten Gang, so wie all die
Tage, Wochen, Monate und Jahre vorher. Außerdem geschah an den Folgetagen nichts
Außergewöhnliches. Ein Grund mehr, keinen Anlass für eine Beunruhigung zu sehen.
Mit der Zeit aber, bei anstrengender Konzentration und Übermüdung, sieht man hin
und wieder Dinge, die es gar nicht gibt oder geben dürfte. Das liegt in der
Natur des Menschen und ist nicht schändlich.
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